
„Wir drehen am Rad!“
Zeit, um es neu zu erfinden?!
Wie wär’s mit abheben, statt vorwärts zu rollen?
Mit einem 8er lässt es sich wunderbar spiralförmig abheben, dann würden wir sehen, dass wir gänzlich neue Strukturen benötigen und es die Menschheit nicht vorwärtsbringt, parallele Gleise für Menschen mit Behinderung zu schaffen!
Wir brauchen ein NEUES Netz, in dem ein Miteinander jenseits einer Einordnung von „behindert“ und „nicht-behindert“ ermöglicht wird.
Bedienen dürfen wir uns hierfür an unserem reichhaltigen Erfahrungsschatz, den wir aus diversen Projekten (im Bereich Schule: Sonderschule, Einzelintegration, kooperative Kleinklass·en; im Bereich Arbeit: Tageswerkstätten, diverse andere Beschäftigungsmodelle, etc.) besitzen – unter Bedachtnahme unser aller Bedürfnisse – und gestalten es von Grund auf neu für:
- einen Kindergarten für alle
- eine Neue Schule
- einen Arbeitsmarkt für alle
Was brauchen wir, um eine lebendige Gleichwertigkeit zu erzeugen?
Vielleicht das Ende dieser verkopften Zeit?
… und den Beginn einer herzverhirnten Zeit?
Vielleicht das Sich-Eingestehen seiner immanent innewohnenden Berührungsängste
und die Bereitschaft, diese aufzulösen?
Vielleicht den Mut für Veränderung?
Vielleicht das Loslassen unserer Angst vor Veränderung?
… und das Erkennen, dass wir für eine Weiterentwicklung einer
grundlegenden Änderung bedürfen?
Vielleicht das Erkennen, dass wir einer freien Welt bedürfen, und nicht mehrerer einander ausgrenzender oder eingrenzender und beschränkender Welten?
Wir sind mit unserer Individualität gesegnet – wann werden wir uns ihr endlich würdig erweisen?
Wer gibt uns das Recht, darüber zu urteilen, welche Fähigkeiten höherwertig sind?
Ist die Fähigkeit, eine Computersoftware entwickeln zu können höherwertig als die Fähigkeit, Freude im Alltag zu versprühen oder das Umfeld auf den Wert einer Umarmung, dem Geduldig-sein oder anderer alltäglicher Selbstverständlichkeiten aufmerksam zu machen, nebst der Arbeit(!) und damit das Arbeitsklima zu verbessern, die Produktivität zu steigern, die Zufriedenheit der Arbeitnehmer/innen zu erhöhen und dadurch die psychisch und mentale Gesundheit zu stärken?
(Beispiel: Fa. Jungwirth, Inklusionspreis 2023)
… würden wir damit nicht auch Krankenständen entgegenwirken und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlasten?
Wann sind wir endlich soweit „Schule“ neu zu denken?
… um den Bedürfnissen und Fähigkeiten aller Kinder gerecht zu werden?
Wäre es nicht auch eine Chance für Kinder ohne Behinderung, wenn sie die Möglichkeit bekämen, ihr Potenzial voll zu entfalten?
-Anhand neuer zeitgemäßer räumlicher, didaktischer und pädagogischer Konzepte?
… um ihnen Raum und Zeit zu geben, ihre innewohnenden Fähigkeiten zu erkennen und zu verlebendigen.
… um dadurch auch dem Wohlergehen ihrer Psyche gerecht zu werden.
… und damit einhergehend das Gesundheitssystem zu entlasten und die Kosten hierfür minimieren.
Das Vorleben von Mitverantwortung und freiwilliger Verantwortungsübernahme
… was würde das für die Zukunft bedeuten, wenn wir von Kindheit an nicht in parallelen Strukturen aufwachsen, sondern in miteinander verwobenen?
… würde es dann immer noch einen Bedarf an Pflegeeinrichtungen geben, oder könnte sich das in Zukunft ändern, weil sich unser Wertesystem geändert hat und wenn wir Miteinander statt Nebeneinander leben könnten?
